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Aktuell

07.02.2024: „Wand und Figur – Fritz Klemm, Barbara Klemm, Franz Bernhard“
Führung durch die Ausstellung mit Herrn Schell

Franz Bernhard Haus Karlsruhe
Andreas C. H. Schell-Stiftung

Die menschliche Existenz und ihre Umgebung ist das Thema der drei Künstler. Wand und Figur ergibt immer auch Raum. Die Auseinandersetzung und das Aneignen der Realität nicht als Abbild, sondern als ein Konzentrat des Wahrgenommenen, ein dinghaft autonomes Bild, ihr Ziel.  Auf der Suche nach der richtigen Form bleibt bei hoher Abstraktion die inhaltliche Bindung erkennbar.

Nach der Emeritierung als Professor an der Kunstakademie Karlsruhe im Jahr 1970 bezog Fritz Klemm ein neues Atelier. In der Auseinandersetzung mit der neuen Umgebung, ein modernes Atelier mit Betonwänden und einem großen Nordfenster, entstehen eine Vielzahl an Papierarbeiten mit dem Thema Wand. Die gezeigte Auswahl gibt Einblick in den Variationsreichtum und die Vielschichtigkeit der Arbeiten.

Barbara Klemm war von 1970 bis 2004 Redaktionsfotografin mit dem Schwerpunkt Feuilleton und Politik bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Ihre Aufnahmen wurden zu Ikonen der Zeitgeschichte. 2004 hatte Sie Gelegenheit den von James Turrell im erloschenen Vulkankrater „Roden Crater“ in Arizona errichteten „Lichttempel für Sonne und Mond“ zu besuchen und dort zwei Tage zu verweilen. Wir zeigen die dort entstandene Fotoserie.

„Der Mensch ist Ausgangspunkt, Stimulans und Ziel meiner Arbeit.“ Mit dieser Aussage verortete Franz Bernhard sein Werk. Er studierte Bildhauerei bei Wilhelm Loth und Werken bei Fritz Klemm. Fritz Klemm ermunterte seine Studenten mit verschiedenen unedlen und gebrauchten Materialien zu experimentieren. Die selten gezeigten frühen Wandreliefs entstanden unter Verwendung von Holz, Messing- und Zinkblech, Leder, Kunststoff und Papier.

Andreas C. H. Schell Stiftung

Fotos: B. Döhler

19.01.2024: Ehrenmitgliedschaft für Waltraud Kniss

Der Freundeskreis Badisches Malerdorf Grötzingen e. V. verleiht Waltraud Kniss die Ehrenmitgliedschaft. Damit würdigt der Verein die besondere Bedeutung der Künstlerin für Grötzingen und dessen Kunstgeschichte. Der Karlsruher Ortsteil Grötzingen ist die Wahlheimat von Waltraud Kniss (Jahrgang 1933). Sie zählt mit ihrem grafischen Werk und ihrer Malerei zu den Karlsruher Realisten.

In ihren Bildern verknüpft sie Profanes mit Artifiziellem und zeigt Kompositionen des Realen und Symbolhaften. Ihre Protagonisten sind weder mimetisch noch klischeehaft dargestellt, sondern individuell in ihrer konkreten Lebenssituation. Scharfe Beobachtung, humorvolle Kritik und ein untrügliches Gespür für Stimmung und Farbe ließen Bilder entstehen, die von einem emphatischen Humanismus zeugen. Mit Waltraud Kniss ernennt der Freundeskreis seit seinem Bestehen zum ersten Mal ein Ehrenmitglied. Die Ernennung erfolgte feierlich am 19. Januar 2024 zur Vernissage der Ausstellung „Grafik und Malerei aus 8 Jahrzehnten“.

Text: S. Scherz-Schade

Fotos: B. Döhler

Presseberichte:
Grötzingen Aktuell Nr. 3 vom 19.01.2024, S. 5
Durlacher Blatt Nr. 1 vom 19.01.2024, S. 5
Grötzingen Aktuell Nr. 4 vom 26.01.2024, S. 6

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