07.03.2026 Kunstexkursion „Die Unzeitgemäßen“ im Bundesgerichtshof (Teil 2)

Die Mitglieder des FBM sind herzlich eingeladen zum zweiten Teil der Ausstellung „Die Unzeitgemäßen“ mit Werken von Helmut Göttl und Reinhard Dassler im Bundesgerichtshof.
Die Veranstaltung findet am Samstag, 07. März 2026, um 15:00 Uhr statt.
Treffpunkt ist bereits um 14:45 Uhr am Haupteingang, Herrenstraße 45 A.
Die Einladung erfolgt durch Herrn Dr. Matthias.
Für den Besuch im Bundesgerichtshof gelten besondere Sicherheitsbestimmungen. Zur Anmeldung werden der vollständige Name, das Geburtsdatum sowie die Meldeadresse benötigt. Zudem ist am Veranstaltungstag ein gültiger Personalausweis mitzuführen.
Wir bitten daher um eine verbindliche Anmeldung bis spätestens Sonntag, 22. Februar 2026, unter Angabe der genannten Daten per E-Mail an: mail@g-fbm.de.
Eintritt und Führung sind kostenfrei.
Links:
Bericht vom Teil 1 der Kunstexkursion
Reinhard Daßler
Helmut Goettl
06.03. – 12.04.2026: Ausstellung „Keramische Plastiken | Naturfarbenbilder“ im N6
Meggi Rochell und Eckbert Lösel
Die keramischen Plastiken von Meggi Rochell zeigen zumeist menschliche Figuren, allerdings weit mehr als ihre reinen Körperformen. In Haltung, Gestik und Bewegung werden innere Zustände sichtbar. Gefühle, Momente des Suchens, der Orientierung und des Gleichgewichts. Jedes Werk erzählt eine Geschichte. Offen genug, um unterschiedlich gelesen zu werden. Meggi Rochells Plastiken entstehen in mehreren Arbeitsschritten und werden meist in zwei Brennvorgängen gefertigt. Durch einfallsreich und meisterhaft gestaltete Oberflächen erhalten sie einen starken Ausdruck zwischen Präsenz und Verletzlichkeit. So etwa bei der Plastik „Dem Himmel so nah“ (2024): Eine Männerfigur stützt oder räkelt sich – nicht eindeutig festzulegen – an einer Wand empor. Gerade diese Ambivalenz macht den Reiz aus: Ist es ein Aufbruch, ein Festhalten, ein inneres Ringen? Der Freundeskreis Badisches Malerdorf Grötzingen zeigt von Meggi Rochell ausgewählte Arbeiten der unmittelbar vergangenen Jahre.
Eckbert Lösel konzentriert sich in seiner Malerei auf Naturfarben: distanziert, klar und umweltfreundlich. Naturfarben werden aus Materialien gewonnen, die die Natur selbst bereitstellt. Aus Erde entstehen Ocker, Gelb und Braun, aus pflanzlichen Stoffen werden Grüntöne. Damit ist Lösels Malerei nicht nur ästhetisch eigenständig, sondern auch natur- und umweltfreundlich, ohne dass er bei seinen Bildinhalten ausdrücklich Umweltfragen behandeln muss. Mit dieser Entscheidung schafft Lösel größtmögliche Distanz, um aktuelle Themen unaufgeregt und mit freiem Blick auf Menschen und Welt aufnehmen zu können. Klassische Genres wie Stillleben treffen dabei etwa auf die heutige Allgegenwart der Digitaltechnologien. Lösels Werke tragen häufig den Titel „Das gute Bild“, sind durchnummeriert und verzichten meist bewusst auf individuelle Zusatztitel. Eine Einladung, nicht über Überschriften zu lesen, sondern über Farbe, Fläche und Wirkung.
Text: S. Scherz-Schade
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Pressebericht:
Grötzingen Aktuell Nr. 8 vom 20. Februar 2026, S. 3
21.01.2026: Ausstellungsbesuch im Museum Frieder Burda
„Impressionismus in Deutschland“

Am 21. Januar 2026 unternahm der FBM Grötzingen mit 15 kunstinteressierten Mitgliedern einen gemeinsamen Besuch im Museum Frieder Burda in Baden‑Baden. Unter der fachkundigen Leitung von Frau Dr. Clemens erhielten wir einen tiefgehenden Einblick in die groß angelegte Ausstellung „Impressionismus in Deutschland. Max Liebermann und seine Zeit“.
Die Schau, die noch bis 8. Februar 2026 zu sehen ist, versammelt rund 100 Meisterwerke des deutschen Impressionismus und präsentiert neben dem zentralen Künstler Max Liebermann (1847–1935) zahlreiche seiner Zeitgenossen wie Lovis Corinth, Max Slevogt, Fritz von Uhde, aber auch wichtige Positionen von Malerinnen wie Dora Hitz, Sabine Lepsius und Maria Slavona.
Impressionistische Malerei, die ihre Wurzeln in der französischen Avantgarde der 1860er Jahre hat, besticht durch lebendige Farbigkeit, lichtdurchflutete Motive und eine skizzenhafte Pinselführung – Merkmale, die in der Ausstellung eindrucksvoll verdeutlicht werden. Die Werke zeigen eine große thematische Bandbreite von sonnigen Landschaften und Garten‑ oder Stadtszenen bis zu atmosphärischen Figurenbildern und Stillleben.
In der Führung gelang es Dr. Clemens, Bezüge zur künstlerischen Entwicklung unserer eigenen Region Grötzingen herzustellen: Die Malerkolonie Grötzingen, die wie viele andere Künstlergruppen des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts den Austausch zwischen urbaner Moderne und ländlichen Landschaften suchte, teilt wesentliche Impulse mit dem deutschen Impressionismus – insbesondere in der freien Naturauffassung, der Lichtfokussierung und dem spontanen Duktus. Die Referenz zur Praxis der Freilichtmalerei und zur gemeinschaftlichen künstlerischen Arbeit wurde anschaulich hervorgehoben und eröffnete neue Perspektiven auf die Bedeutung dieser Strömungen für unsere eigene künstlerische Tradition.
Besonders berührend waren die Darstellungen Liebermanns, etwa seiner berühmten Garten‑ und Landschaftsbilder, die den Künstler nicht nur als Maler, sondern als kulturellen Vermittler und Wegbereiter für den Impressionismus in Deutschland zeigen.
Der Besuch machte die faszinierende Vielfalt der impressionistischen Malerei erlebbar und bot unserem Freundeskreis reichhaltige Anregungen und Gesprächsstoff. Ein herzlicher Dank gilt Frau Dr. Clemens für ihre spannende und kenntnisreiche Führung.
Text und Fotos (zum Vergrößern anklicken): B. Döhler


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