Malerkolonie

1889

Die Bezeichnung Grötzingens als „Badisches Malerdorf“ bezieht sich auf die Existenz einer  Malerkolonie in der damals selbständigen Gemeinde. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden in ganz Europa mehrere solcher Künstlergemeinschaften nach dem Vorbild der Schule von Barbizon. Die Maler verließen ihre städtischen Ateliers und malten nun – nach der Erfindung der Farbtuben – direkt „in der Landschaft“. 1889 begründeten die Karlsruher Künstler Friedrich und Margarethe Kallmorgen durch den Bezug ihres Sommerhauses und Otto Fikentscher durch den Erwerb des Schlosses Augustenburg die Grötzinger Malerkolonie. Als weitere Maler gesellten sich u. a. Gustav Kampmann, Franz Hein und Karl Biese hinzu. Die Kolonie löste sich Anfang des 20. Jahrhunderts allmählich auf.

Kunstwerke der „Grötzinger Malerkolonie“ sind in der Städtischen Galerie Karlsruhe zu sehen und werden immer wieder Teil von Sonderausstellungen sein.

Jenny Fikentscher, „Blick zum Grötzinger Kirchturm“, 1899


2014

125 Jahre nach Gründung der Malerkolonie wurde 2014 an diese mit mehreren Veranstaltungen erinnert, an denen der Freundeskreis Badisches Malerdorf Grötzingen maßgeblich beteiligt war.